Johannes Schrey war der Vater des Stifters. Von 1986 bis zu seinem Tod war er Vorsitzender der Lebenshilfe in Viernheim. Er war Ideengeber und Initiator der Errichtung einer Wohnstätte für behinderte Menschen in Viernheim.
Im unmittelbaren Freundes- und Verwandtenkreis der Familie Schrey wuchsen behinderte Kinder heran. Durch diese persönlichen Kontakte sensibilisiert, wurde Johannes Schrey auf die Sorgen und Nöte, vor allem aber auch auf die Bedürfnisse von behinderten Menschen und deren Angehörigen aufmerksam, welche sich in vielen Punkten von denen nicht behinderter Menschen unterscheiden. Er fand den Kontakt zur Lebenshilfe Viernheim und wurde 1986 zum Vorsitzenden gewählt. Bereits zu Beginn seiner Amtsperiode machte er sich Gedanken über die Zukunft der betroffenen Kinder und hatte ein Jahr später die Idee, in Viernheim eine Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung zu errichten. Mit diesem Gedanken ging er an die Öffentlichkeit und fand regen Zuspruch, was ihn in seinem Vorhaben nur noch bestärkte. Nachdem er anfangs noch in seinem Beruf als Diplom Ingenieur tätig war, setzte er sich nach seiner Pensionierung mit vollem Engagement und unermüdlichem Einsatz für die Realisierung seiner Idee ein. Auch Rückschläge und Enttäuschungen konnten ihn nicht von seinem Vorhaben abbringen. In all den Jahren hat er gekämpft und erfolgreich für die Sache geworben.
Leider war es Johannes Schrey nicht mehr vergönnt, die Erfüllung seines Lebenstraumes selbst zu erleben. Er verstarb im März 1997, doch seine Idee lebte in den Köpfen des Vorstandes und der Mitglieder der Lebenshilfe Viernheim weiter. Im Jahr 2001 konnte das Wohnheim endlich eröffnet werden, und die ersten Bewohner zogen ein. Zur Erinnerung an sein Wirken und als ehrendes Andenken trägt das Haus seinen Namen: Johannes-Schrey-Haus.
Die PJS-Stiftung unterstützt die Arbeit der Lebenshilfe Viernheim im Johannes-Schrey-Haus.